Norbert Lammert ist bekannt für brisante Äußerungen zu verschiedenen Themen. So findet man im Netz auch den Satz:

Kunst und Kultur sind nicht die sympathische Nische unserer Gesellschaft, sondern das Eigentliche, das sie zusammenhält.“

Kultur ist nicht sein einziges Thema. Für die Zukunft unseres Gemeinwesens sieht er Kunst und Kultur aber auf dem vordersten Rang. Und das als herausragender Politiker in der einzigartigen alten Industrieregion Ruhrgebiet. Das ist ein wunderbarer Beleg für den Wandel, in dem diese Region sich befindet.

Geboren wurde Norbert Lammert 1948 in Bochum, er wuchs als erstes von sieben Kindern des Bäckermeisters Ferdinand Lammert und dessen Ehefrau Hildegard auf.

Er wuchs auf in einer Zeit, in der die Türen der Gymnasien und Hochschulen durch die Politik weiter geöffnet wurden. Gerade im Ruhrgebiet wurden viele Hochschulen gegründet - mit der Absicht, mehr junge Menschen zu höherer Bildung zu führen.

Nach dem Abitur am Humanistischen Gymnasium Bochum und nach dem Wehrdienst studierte Norbert Lammert dann an der Ruhr-Universität Bochum und in Oxford. 1975 promovierte er in Bochum. Thema der Doktorarbeit war eine Studie über innerparteiliche Organisationsstrukturen am Beispiel eines CDU-Kreisverbandes im Ruhrgebiet.

Ein Zufall war dieses Thema natürlich nicht: Bereits 1964, also mit 16 Jahren, war Lammert in die Junge Union eingetreten und wurde zwei Jahre später, mit 18 Jahren, Mitglied der CDU. Das war der Beginn einer politischen Karriere, die ihn bis zum zweithöchsten Amt in unserem Staate trug.

Sein erstes Mandat errang Norbert Lammert 1975 mit einem Platz im Rat der Stadt Bochum, dem er bis zu seiner Wahl in den Bundestag 1980 angehörte.

Von Bedeutung für uns Westwindler ist, dass Herr Lammert 22 Jahre lang, von 1986 bis 2008, Vorsitzender des CDU-Bezirksverbandes Ruhrgebiet war, dessen Ehrenvorsitzender er heute ist.

Seine Neigung für die Kultur trug ihm 1998 die Rolle des kultur- und medienpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Fraktion ein. Er füllte sie aus bis zu seiner Wahl zum Vizepräsidenten des Bundestages im Oktober 2002.

In der konstituierenden Sitzung des 16. Deutschen Bundestages am 18. Oktober 2005 wurde Norbert Lammert im ersten Wahlgang zum Bundestagspräsidenten gewählt, mit 564 von 606 Stimmen.

Dieses Ergebnis wird im Gedächtnis der jungen Generation, in der Internet-Datenbank Wikipedia, wie folgt gewürdigt:

Dies ist das beste Wahlergebnis eines Bundestagspräsidenten bei der Erstwahl und das insgesamt zweitbeste Ergebnis für einen Kandidaten nach Hermann Ehlers (1953)“.

Es ist die Aufgabe jedes Bundestagspräsidenten, die Rechte und Interessen der Parlamentarier über die der Parteien und Fraktionen im Bundestag zu stellen. Kaum jemand gelingt das so überzeugend wie Herrn Lammert.

Norbert Lammert lebt, wie viele von uns Westwindlern, in beiden Welten. Er selbst schreibt auf seiner Webseite:

 

Inzwischen fühle ich mich auch in Berlin zu Hause und genieße den Wechsel zwischen den beiden schönsten deutschen Städten.“

Denn Norbert Lammert lebt mit seiner Frau Gertrud in Berlin und in Bochum. Die vier gemeinsamen Kinder sind bereits ausgezogen.

Wir dürfen stolz darauf sein Herrn Lammert als Westwind-Ehrenmitglied begrüßen zu können und danken Ihm für die Unterstützung, die er uns gewährt.