11. Mai 2011

Das am 8. März 2008 aus der Wiege gehobene Kind “Westwind e.V.” steht auf eigenen Füßen und hat laufen gelernt. Kurz zusammengefasst ist das die Botschaft, die der Westwind-Gründungsvorstand mit seinem Rechenschaftsbericht präsentierte. Und dann den Stab weiterreichte, denn mit auf dieser Versammlung wurde erstmals ein neuer Westwind-Vorstand gewählt.

Tradition ist mittlerweile, dass der Westwind seine ordentlichen Mitgliederversammlungen mit einem Informations- und Kulturprogramm startet – damit die Mitglieder und Gäste mehr über den Abend erzählen können als Wahlergebnisse. Zum Auftakt bot das Trio Dan (http://www.triodan.com/de/about.shtml) eine schwungvolle Gute-Laune-Komposition.

Gerhard Sauer, Stellvertretender Leiter der Landesvertretung, begrüßte die Westwind-Mitglieder und -Gäste in Vertretung der Hausherrin und Bevollmächtigten des Landes beim Bund, Frau Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren. Die Ministerin war durch politische Verpflichtungen in Düsseldorf gebunden.

Michael Mertes, Staatssekretär a.D. und Vorgänger von Frau Schwall-Düren als Bevollmächtigter - und damit auch als "geborenes" Vorstandsmitglied des Westwind e.V. - hatte zu Händen der Westwind-Geschäftsführung der Versammlung eine Grußbotschaft geschickt, die Herr Sauer verlas:

Zu meinem großen Bedauern werde ich an der heutigen Westwind-Mitgliederversammlung nicht teilnehmen können. Der Grund dafür ist, dass ich mich gegenwärtig auf meine neue Aufgabe als Leiter der Jerusalemer Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung vorbereite; dazu gehört auch ein Intensivkurs Neuhebräisch, den ich zurzeit in Köln absolviere.

Bitte übermitteln Sie allen Vorstandskolleginnen und -kollegen meine herzlichen Grüße und meinen großen Dank für die wunderbare Zusammenarbeit in der vergangenen Jahren. Ich erinnere mich immer noch sehr gern an die Vorstandstätigkeit unter der ebenso umsichtigen wie engagierten Leitung unseres Vorsitzenden Christoph Kannengießer. Ich denke, wir (und dieses “wir” schließt auch viele andere Westwind-Mitglieder ein) können auf das in der Gründungsphase gemeinsam Erreichte stolz sein.

Selbstverständlich werde ich auch in Jerusalem Mitglied des Westwind bleiben. Ich werde in der Ferne die E-Mail-Einladungen zu den vielen spannenden Veranstaltungen mit einer gewissen Wehmut lesen, gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass ich beim nächsten Heimaturlaub Gelegenheit finden werde, den einen oder anderen von Ihnen wiederzusehen.

Für heute mit den besten Grüßen, allen guten Wünschen und einem von Herzen kommenden “Shalom” - Ihr Michael Mertes"

Seit der Gründung des Vereins lautet die Postanschrift "Schoeler-Schlösschen, Wilhelmsaue 126". Denn bereits 2008 war klar, dass dieses Haus, das älteste erhaltene Gebäude im Stadtteil Wilmersdorf, nach Restaurierung und Ausbau ein kleines, regionales Kultur- und Veranstaltungszentrum mit überregionaler Ausstrahlung werden würde. Denn es war und ist vorgesehen als der Ort, in dem die private Bibliothek des Bundespräsidenten a.D. Johannes Rau der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird.

Für diesen Zweck ausgebaut und dann betrieben wird das Gebäude durch die Stiftung Denkmalschutz Berlin (http://www.stiftung-denkmalschutz-berlin.de/die-stiftung/). Frau Birgit Jochens, Vorstandsmitglied der Stiftung Denkmalschutz und Leiterin des Museums Charlottenburg-Wilmersdorf, stellte das Projekt vor (zum Vortrag) und warb um Unterstützung für den Innenausbau. Denn dafür fehlen noch Mittel in beträchtlicher Höhe.

Der Westwind e.V. möchte sein ständiges Büro im Schoeler-Schlösschen einrichten und die Veranstaltungsräume regelmäßig nutzen. Wann das sein wird, ist noch nicht abzusehen. Der Westwind e.V. hofft aber, dass die Spendengelder so reichlich fließen, dass der Ausbau im nächsten Jahr abgeschlossen werden kann.

Seit langem plant der Westwind e.V., seine provisorische Unterkunft im weltweiten Web gegen eine schicke, gut aufgeräumte zu tauschen und in seinem neuen Büro im Netz sein Dienstleistungsangebot schrittweise zu erweitern. Den Sachstandsbericht hierzu lieferte Jo Meder von der "internetmanufaktur jo meder". Herr Meder zeichnet verantwortlich für die Programmierung und Betreuung der Westwind-CRM-Datenbank "KoKo" und für die Betreuung des seinerzeit mit der Vereinsgründung blitzartig freigeschalteten vorläufigen Auftritts im Internet.

Die Präsentation des neuen Westwind-Gesichts im Netz (Screenshot) verband er mit der Einladung an die Westwind-Mitglieder, an der Gestaltung der neuen Räume im Westwind-Netzbüro aktiv mitzuwirken:

Werbung in eigener Sache: Am 15. September, 19 Uhr präsentieren wir Ihnen in der "Botschaft des Westens" die erstaunlichsten, aufregendsten und bewegensten Bilder von der RUHR.2010: die filmische Dokumentation "local heroes 2010 - Die wahren Helden. Eine Reise durch das Kulturhauptstadtjahr.

Kulturhauptstadt war der "Pott", das Ruhrgebiet. Beteiligt waren 52 Städte und Kommunen, und jede war für eine Woche der "local hero" der RUHR.2010, das lokale Zentrum ganz besonderer Veranstaltungen. Das war die pfiffige Planung, die dem RUHR.2010-Programm einen Schatz an kreativen, originellen Projekten und Inszenierungen bescherte.

Ludmilla Kolbowski und Rudi Grande hatten den glücklichen Einfall, die local heroes zu begleiten und zu dokumentieren. Mit einem Trailer stellten Sie ihre Ausbeute vor. Etwas Vergleichbares haben Sie noch nicht gesehen! Versprochen!

Die Aufmerksamkeit der Mitglieder und Gäste galt dann ein zweites Mal dem Trio Dan, dass mit seinem musikalischen Vortrag den ersten Teil der Veranstaltung schloss und zur eigentlichen Mitgliederversammlung überleitete.

Christoph Kannengießer fasste im Rechenschaftsbericht des Vorstands drei Jahre zusammen, drei Jahre, für die der Westwind e.V. Vielen für Zuspruch und Unterstützung Dank zu sagen hatte, Mitgliedern wie Partnern und Sponsoren. Vor allem den Vorstandsmitgliedern, die den Aufbau des Vereins mitgetragen haben, für eine Neuwahl aber nicht zur Verfügung standen. Das waren 

Thomas Ellerbeck, Mitglied der Geschäftsleitung Vodafone Deutschland und Arcor AG; Konzernkommunikation, Politik und Stiftungen

Annette Kreutziger-Herr, Professorin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln

Franziska Lindemeier, Geschäftsführerin des EDV-Dienstleisters ProLogic S.E. GmbH, Ratingen

Michael Mertes, Staatssekretär a.D. und bald Leiter der Jerusalemer Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung

Mit einem Rückblick auf erfolgreiche Projekte und Veranstaltungen markierte Christoph Kannengießer Schwerpunkte der künftigen Westwind-Arbeit. Seinen Bericht finden hier.

Buchführung und Kasse des Westwind e.V. werden professionell geprüft. Dafür gewonnen hat der Verein einen Fachmann, der etlichen Vereinen in dieser Weise zur Verfügung steht und über viel Erfahrung auch im Kontakt mit den Berliner Finanzbehörden verfügt. Rechtsanwalt Reiner Odenthal bescheinigte dem Westwind-Vorstand mit seinem Prüfbericht solide Arbeit. Zusätzlich erläuterte er die steuerlichen Pflichten des Vereins und die entsprechenden Abschlüsse. Seinen Bericht finden Sie hier; den Jahresabschluss 2010 hier.

Die Verantwortung für die Westwind-Finanzen zu tragen heißt, immer die Balance zu halten zwischen der finanziellen Absicherung von Projekten, die dem Wohl und Wachstum des Vereins dienen, zugleich aber darauf zu achten, dass die Ausgaben die Einnahmen nicht übersteigen. Nachrichten aus diesem Spannungsfeld präsentierte die Westwind-Schatzmeisterin Gabriele Weber. Garniert mit einigen Anmerkungen zur Beitragskassierung und weiteren Schmankerln aus dem Schatzmeisterinnen-Alltag.

Von rechts: Christoph Kannengießer, Vorsitzener; Ditmar Gatzmaga, Geschäftsführer; Gabriele Weber, Schatzmeisterin; Hans-Liudger Dienel, Vorstandsmitglied.

Vor den Wahlen wurden einige Satzungsänderungen beschlossen, mit denen die Satzung an die Praxis der Westwind-Arbeit angeglichen wurde. Außerdem wurde die Größe des Vorstands auf insgesamt neun Mitglieder erhöht; neben dem/der Vorsitzenden sind künftig auch die/der Stellvertretende Vorsitzende und die Schatzmeisterin oder Schatzmeister in eigenen Wahlgängen zu wählen.

Da keine geheime Wahl beantragt worden war, wurden sodann per Handzeichen einstimmig gewählt:

  • Christoph Kannengießer als Vorsitzender
  • Ludger Ramme als sein Stellvertreter
  • Gabriele Weber als Schatzmeisterin

Die weiteren Vorstandsmitglieder wurden in geheimer Wahl bestimmt, so konnte die unter "Regularien" beim Start der Mitgliederversammlung bestimmte Zählkommission doch noch ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.