9. Mai 2016

Zum ersten Mal in seiner Geschichte lud der Westwind-Vorstand für den Mai 2016 zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein. Der wesentliche Grund war die Beratung über Satzungsänderungen, mit denen die Struktur der Vorstandsarbeit verändert wurden.

Im Mittelpunkt der außerordentlichen Mitgliederversammlung stand die Debatte über Änderungen der Westwind-Satzung. Satzungsfragen sind ein trockener Stoff, eine hoch unterhaltsame Veranstaltung war nicht zu erwarten. Dennoch nahmen insgesamt 37 Stimmberechtigte teil! Der 37-ste traf, wie angekündigt, verspätet um 20:30 Uhr ein – Christoph Kannengießer, der Westwind-Gründungsvorsitzende, den sein Nachfolger in diesem Amt, Erik Bettermann, herzlich begrüßte.

Erik Bettermann hatte die Veranstaltung im Raum WestLounge im Souterrain der Landesvertretung eröffnet und Rita Brückner als Protokollführerin bestätigen lassen. Sodann übergab er das Wort an Herrn Jo Meder, den Internet-Dienstleister des Westwind e.V., zur Vorstellung der neuen Website.

Die Präsentation der “Baustelle” über den großen Bildschirm der WestLounge wurde mit freundlicher Zustimmung aufgenommen. Fragen gab es vor allem zu der Idee, den Mitgliedern mit einer elektronischen “Pinnwand” die Möglichkeit zu verschaffen, selbst kurze Texte auf der Website zu platzieren. Sollen diese nur für die Mitglieder selbst zu lesen sein? Oder für alle Nutzer der Seite?

Die Anregungen wurden notiert. Als Datum für die Freischaltung der neuen Website lautete die Auskunft “vor der Sommerpause”.

Nach ca. 20 Minuten leitete der Westwind-Vorsitzende dann über zum Tagesordnungspunkt Satzungsänderungen. Die diesbezüglichen Beschlüsse finden sie als Anlage zum Protokoll hier, sie sind der besseren Übersichtlichkeit halber in einer Tabelle zusammengefasst. Die von der Satzung vorgeschriebene Vierfünftel-Mehrheit für Satzungsänderung war bei keiner Abstimmung auch nur annähernd in Gefahr.

Eine ausführlichere Debatte gab es zum Vorschlag, im Paragraphen 9, Amtsdauer des Vorstands, die Klausel zu streichen: “Eine einmalige Wiederwahl ist zulässig.” Der Alt-Vorsitzende Christoph Kannengießer erklärte ausführlich, warum der Gründungsvorstand den Anregungen etlicher Berater aus Wirtschaftsverbänden gefolgt war, mit dieser Klausel zu verhindern, dass Vorstandsplätze sozusagen in Erbpacht genommen werden können.

Die übergroße Mehrheit der Anwesenden sah diese Gefahr nicht – und sprach mit der Abstimmung dem Antragsteller, eben dem amtierenden Vorstand, sein Vertrauen aus.

Positiv fiel insgesamt das konzentrierte Interesse der stimmberechtigten Mitglieder auf, die offenbar gut vorbereitet zur Versammlung gekommen waren. Für die Arbeit des Vorstands gab es - ganz nebenbei – einen ganzen Packen guter Noten.

Bemerkenswert war aus Vorstandssicht auch, dass im Zusammenhang damit der Stellenwert steigender Mitgliederzahlen aus dem Vordergrund gerückt wurde: Beifall gab es für die Anmerkung, dass ein weiterhin attraktives Angebot an Veranstaltungen wichtiger sei.