28. Oktober 2015

 

Drei Personen standen im Zentrum der Mitgliederversammlung 2015.
Frau Anja Surmann, Amtschefin der Staatskanzlei und Staatssekretärin für Bundesangelegenheiten. Erst  Anfang Oktober wurden ihr im Rahmen einer Kabinettsumbildung die „Bundesangelegenheiten“ anvertraut, sie ist zuständig für die „Botschaft des Westens“, die Vertretung des Landes Nordrheinwestfalen beim Bund in Berlin. Frau Surmann nutzte die Gelegenheit, sich den mehr als 80 Mitgliedern des Westwind e.V. vorzustellen.

Im Rampenlicht stand insbesondere Frau Dagmar Reim, die Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg, sie wurde von der Versammlung zum vierten Westwind-Ehrenmitglied gewählt.
Für Erik Bettermann, im Frühjahr 2014 zum Vorsitzenden des NRW-Hauptstadtnetzwerkes gewählt, war die 8. Mitgliederversammlung die erste unter seiner Verantwortung.

Norbert Lemken und Andrea Hettlage
von links: Leo Dautzenberg, Westwind-Vorstand bis Mai 2014; Andreas Kötter, Volker Quarg

Wie immer war der Mitgliederversammlung ein kurzes Informationsprogramm vorgeschaltet, in diesem Jahr bestritten durch den Westwind-Partner und Sponsor Westlotto. Es startete mit einem Filmtrailer, einem kurzen Porträt der NRW-Lottogesellschaft, mit Fokus auf die WestLotto-Leistungen für Sport und Kultur in Nordrhein-Westfalen. Bei seinem Vortrag ging es dem WestLotto-Geschäftsführer Andreas Kötter aber keineswegs um eine Leistungsbilanz. Vielmehr um einen Blick nach vorne: wie wird die Zukunft des staatlichen regulierten Glücksspiels aussehen? Wie kann man sich gegen die wachsende illegale Konkurrenz im Glücksspielsektor behaupten? Mit welchen innovativen Angeboten Kunden binden und neue gewinnen? Wesentliche Inhalte des Vortrags finden sich in einer Broschüre wieder, die auch online zur Verfügung steht: https://www.westlotto.de/WL_Reader/ePaper/page3.html#/0

Erik Bettermann begrüßte zur Eröffnung der Mitgliederversammlung die besonderen Gäste, darunter den zum Bevollmächtigten des Landes beim Bund ernannten Leiter der Vertretung, Volker Meier, sowie den ehemaligen ZDF-Intendanten Dieter Stolte und Andrea Hettlage, Abteilungsleiterin Betriebswirtschaft beim rbb.

Erik Bettermann und Dagmar Reim
Erik Bettermann und Anja Surmann

Frau Surmann würdigte in ihrem Grußwort die Rolle des Westwind e.V. bei der Werbung für Nordrhein-Westfalen in der Bundeshauptstadt. Mit Blick auf die rbb-Intendantin merkte sie an, dass durch ihre Wahl die kleine Runde der bislang drei Ehrenmitglieder endlich um eine Frau erweitert werde. Ihr Wunsch und Versprechen an den Westwind e.V. lautete, kurz gesagt, auf gute Zusammenarbeit. Den Text des Grußwortes finden sie hier! (Diese wie die weiteren dokumentierten Reden stehen unter Vorbehalt: Es gilt das gesprochene Wort!)

Den Übergang zur Verleihung der Ehrenmitgliedschaft gestalteten „Four in a Row“ mit einem musikalischen Zwischenspiel und räumten dann die Bühn für die Laudatio auf Dagmar Reim. Erik Bettermann skizzierte den Lebensweg der gebürtigen Heidelbergerin mit beruflichen Stationen, die sie vom Bayrischen Rundfunk in München zum Westdeutschen Rundfunk in Köln und zum NRD in Hamburg schließlich im Mai 2003 zum neugegründeten Rundfunk Berlin-Brandenburg führte. Trotz ihrer nur sieben Jahre beim WDR sei Dagmar Reim „eine idealtypische nordrhein-westfälische Persönlichkeit“. Das habe sie mit ihrer Festrede zum Westwind-Neujahrsempfang im Januar 2015 bewiesen. Als Beleg zitierte Erik Bettermann:

„Ich vermute, die in NRW weiter entwickelte ‚Eine von uns‘-Kultur hat damit zu tun, dass seit jeher in diesem Bundesland große Gegensätze zu bewältigen sind. Der als sachlich aber stur geltende Westfale versus ‚et kütt wie et kütt‘-Frohsinn. Der maulfaule Lipper und der Kollege aus dem Ruhrgebiet, der gern mal `ne dicke Lippe riskiert. Einfach sind die Verhältnisse nicht zwischen BVB- und Schalke-Fans, Kölnerinnen und den Damen von der Kö, Münsteranern und Menschen aus Minden-Lübbecke. Diese Vielfalt aber macht NRW so liebens- und dort lebenswert (…).“ (Hier finden Sie den ganzen Text der Rede.)

In Ihrer Erwiderung bezog Dagmar Reim sich auf eine Passage in der Laudatio, mit der Bettermann daran erinnerte, wie Norbert Lammert seinerzeit auf die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft reagiert hatte. Lammert bezeichnete die Ehrenmitgliedschaft in kabarettistischer Zuspitzung als „vergiftetste Ehrung, die man in Deutschland erhalten könne“, weil der Ehrende in erster Linie selbst profitieren wolle. Das sehe sie überhaupt nicht so, sagte Frau Reim. Sie fühle sich tatsächlich geehrt und nehme die Westwind-Ehrenmitgliedschaft deshalb sehr gerne an. Die im Saal versammelten Mitglieder antworteten mit kräftigem Applaus.

Eine Besinnungspause verschafften den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dann die „Four in a Row“.

Den klassischen Hauptteil jeder jährlichen Mitgliederversammlung eröffnete Erik Bettermann mit dem Rechenschaftsbericht des Vorstands.

Hauptanliegen des Vorstands für die verbleibenden anderthalb Jahre bis zu den regulären Neuwahlen im Frühjahr 2017 sei die Mitgliederwerbung. Als konkretes Projekt nannte Bettermann in diesem Zusammenhang die Programmierung einer neuen Website, die den veränderten Nutzungsgewohnheiten Rechnung tragen soll und zugleich die Grafik modernisiere. Die neue Homepage solle im Frühjahr 2016 freigeschaltet werden. Außerdem habe man entschieden, das Veranstaltungsprogramm um eine Reihe zu ergänzen, mit der prominente Nordrhein-Westfalen vorgestellt werden. Bereits Mitte Dezember 2015 wolle man das neue Format erproben, als Gesprächspartner habe Ulrich Deppendorf zugesagt.  Festhalten werde man an bewährten Veranstaltungsformaten. Als Beispiele für gelungene Veranstaltungen würdigte Erik Bettermann die seit der Neuwahl des Vorstands zusammen mit der Landesvertretung organisierten Ausstellungen, also die Ausstellung von Fotos des Breckerfelder Fotografen Christoph Wippermann “Westfälische Landschaft – Großstadt Berlin”; die Fotoausstellung von Eva Horstick-Schmitt “Unretuschiert Familien im Revier” sowie die Fotoausstellung “Dortmunds Nordstadt – Heimat 132” von Peyman Azhari. Mit der ersten “Bergischen Kaffeetafel” in der Bundeshauptstadt habe der Westwind e.V. eine NRW-Region in den Mittelpunkt gestellt. Durch den Erfolg fühle der Vorstand sich darin bestätigt, “NRW-Regionales” auf die Berliner Bühne zu bringen. Den Text des Berichts, der gekürzt vorgetragen wurde, finden Sie hier!

Mehr als die Hälfte der Westwind-Einladungen 2014 galten exklusiv den eigenen Mitgliedern! Das unterstrich die Schatzmeisterin, Gabriele Weber, in ihrem Finanzbericht. Es handelte sich um 15 von insgesamt 25 Terminen, die der Westwind e.V. anbot. Eine “hohe Schlagzahl”, meinte Gabi Weber, denn im Schnitt waren das jeden Monat zwei Veranstaltungen, die monatlichen Stammtischtermine im Gaffel Haus Berlin in der Dorotheenstraße nicht eingerechnet, und ohne Berücksichtigung der Ferienzeiträume. Für Veranstaltungen gab der Westwind e.V. 2014 rund 27.000,- € aus. Die aufwändigste war der November-Kabarettabend mit Pause & Alich in der Distel, eine Kooperation mit dem Tränenpalast-Management, der Ständigen Vertretung des Rheinlands (StäV) und der Distel. 5.000,- € legte der Verein dafür auf den Tisch, belohnt wurde dieses Engagement u.a. durch den Applaus der 400 begeisterten Gäste und durch die Resonanz in Presse, Rundfunk und Internet. Den vollständigen Bericht finden Sie hier!

Anschließend bestätigte der Westwind-Kassenprüfer Reiner Odenthal eine beanstandungsfreie Buchführung. Der Vorstand wurde auf dieser Grundlage einstimmig entlastet. Den Bericht von Reiner Odenthal finden Sie hier!

von links: Schatzmeisterin Gabriele Weber; Marie-Luise Meichsner, Westwind-Vorstand; Sabine Krolopp-Schwedler, Westwind-Mitglied
Erik Bettermann mit seiner Ehefrau Beate Krüger und Volker Meier, Bevollmächtigter des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund
von links, Herr und Frau Tappe; Axel Weber, WestLotto, Leiter Unternehmenskommunikation; Andreas Kötter, WestLotto-Geschäftsführer
von links: Engelbert Recker, Volker Hille, Heinrich Diermann
Ludger Felix Ramme, stellvertretender Westwind-Vorsitzender; Prof. Dr. Christiane Funken, Westwind-Vorstand; Kirsten Ramme
Marion Clausen, Christa Korn-Wichmann
Daniela Wegener, Westwind-Büro; Rita Brücker, Westwind-Vorstand
Beate Krüger, Ursula und Thomas Nehls
Karin Blumberger-Sauerteig, Petra Pielen, Doris Oerter, Volker Oerter, Marie-Luise Schloten, Dieter Schloten
Gerda Thiel, Hildegard Rathke, Michael Thiel
Gisela und Robert Bornhäuser
Dagmar Reim mit ihrem Ehemann, Prof. Dr. Rudolf Großkopff
Angela Ohm, Renate Förster
Sabine Wegener und Dr. Axel Wiesener