10. Mai 2017

Dass sich eine hochseriöse Mitgliederversammlung und ausgelassenes närrisches Treiben wunderbar unter einen Hut bringen lassen, bewies die 10. turnusmäßige Zusammenkunft der Westwind-Vereinsmitglieder, die am 10. Mai 2017 in der "Botschaft des Westens" über die Bühne ging.

Nach der mit rheinischer Lockerheit absolvierten Pflicht – Regularien, Rechenschaftsberichte, Reden – folgte die Kür in Gestalt eines Potpourris der legendären Kölner "Stunksitzung".

Musikalisch eingeleitet vom Duo Clara Haberkamp (Klavier) und Marc Doffey (Saxophon),

begann der Abend mit einer Begrüßung durch Erik Bettermann, dem Westwind-Vorsitzenden.

Eine Filmeinspielung des Westwind-Kooperationspartners WestLotto, vertreten durch Axel Weber, vergegenwärtigte das visionäre Potenzial des (kontrollierten) Glücksspiels: Wer Lotto spielt, so die Botschaft, hofft letztlich darauf, einen Traum zu verwirklichen. Und Träumen ist wichtig in unserer durchrationalisierten Welt.

Anschließend begrüßte Hausherr Gerhard Sauer die Westwind-Mitglieder. Der stellvertretende Dienststellenleiter der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund ließ die bald zehnjährige Geschichte des Vereins kurz Revue passieren. Besonders erfreut zeigte sich Sauer davon, dass der Verein allzeit offen für Veränderungen sei, dass der Westwind sich nicht auf dem einmal Erreichten ausruhe.

Im vergangenen Jahr hat der Westwind seine Website http://www.westwind-ev.de von Grund auf neu gestaltet. Außerdem wurde die Präsenz in den Sozialen Netzwerken ausgebaut. Das gilt besonders für die Facebook-Seite facebook.com/Westwind.NRW. Jörg Restorff, im Vorstand zuständig für das digitale Angebot des Vereins, stellte den Relaunch kurz vor und appellierte an die Mitglieder, die Facebook-Seite durch Teilen oder Liken zu unterstützen.

Erik Bettermann
Gerhard Sauer
Jörg Restorff

Anschließend zog Erik Bettermann eine Bilanz des vergangenen Jahres. Mit gutem Grund konnte der Westwind-Vorsitzende zufrieden auf 2016 zurückblicken. Der Verein zählt mittlerweile 335 Mitglieder – 2015 waren es noch 295. Ein klarer Aufwärtstrend, der, so Bettermann, hauptsächlich zwei Faktoren zu verdankt ist: zum einen der hervorragenden "Mund-zu-Mund-Propaganda" der offenbar bestens vernetzten Westwind-Mitglieder, zum anderen der Fülle an erstklassigen Veranstaltungen, mit denen der Westwind seine Attraktivität nochmals steigern konnte. Bettermann erinnerte an die regelmäßigen Stammtisch-Treffen, an die zahlreichen Exkursionen (die bestbesuchte führte kurioserweise durch den Pleiteflughafen BER), an Literaturabende, Ausstellungseröffnungen, Eigeninitiativen im Rahmen der informellen Reihe "Westwind-Mitglieder stellen sich vor" und nicht zuletzt an die von ihm selbst initiierte Talkreihe "NRW –ganz persönlich".

Nur Bares ist Wahres, und so schlug der Moment der Wahrheit, als Gabriele Weber, Schatzmeisterin seit Bestehen des Vereins, ihren Finanzbericht präsentierte. Kein Grund zur Beunruhigung allerdings. Ganz im Gegenteil: "Es klingelt in der Kasse des Westwind", freute sich Weber. Im fiskalischen Rückblick auf 2016 sprach sie von "einem sehr soliden Jahr". Nicht zuletzt dankte die Schatzmeisterin den institutionellen Sponsoren des Vereins, beispielsweise Evonik und Deutsche Post DHL Group. Und sie betonte die Verbundenheit des Vereins mit der Landesvertretung.

Die positive Bilanz unterstrich RA Reiner Odenthal, Steuerberater des Westwind e.V., in seinem Prüfungsbericht und bescheinigte dem Verein eine sachgerechte Kassenführung.

Nach der Entlastung des Vorstandes und einer anschließenden Aussprache – hier wurde unter anderem der Vorschlag gemacht, die Öffentlichkeitsarbeit des Westwind weiter auszubauen – ermunterte Erik Bettermann in seinem Schlusswort alle Mitglieder, sich tatkräftig zu engagieren und den Dialog zu suchen. "Der Verein lebt davon, dass man untereinander kommuniziert", so der Westwind-Vorsitzende.

Gabriele Weber
Reiner Odenthal
Vorstand

Stichwort Kommunikation: Nach Schließung der Mitgliederversammlung erlebten die Teilnehmer des Abends einen kommunikativen Akt der heitersten Art.

Biggi Wanninger, Präsidentin der Kölner Stunksitzung, und ihr Mitstreiter Bruno Schmitz, Mitglied der Stunksitzung seit ihrem Bestehen, brachten mit ihrem Kabarett-Programm den ganzen Saal zum Lachen. Von den Beschwernissen des Klimakteriums über den angemessenen Umgang mit Flüchtlingen bis zur Wählerschelte eines frustrierten Politikers erstreckte sich das Spektrum der zwerchfellerschütternden Betrachtungen.

Nach Beendigung des Kabarettprogramms war der Abend noch lange nicht zu Ende. Die bekannt gute Küche der „Botschaft des Westens” sorgte für das leibliche Wohl und es standen Kölsche Spezialitäten wie „Halve Hahn”, Flöns, Mettbrötchen und Quellmänner im Atrium bereit.

In munterer und aufgeräumter Stimmung versammelten sich die Mitglieder und Gäste des Westwind und unterhielten sich bei einem guten Glas Wein oder Kölsch und musikalisch begleitet vom Duo Clara Haberkamp und Marc Doffey, in immer wechselnden Gesprächsgruppen, sodass die Zeit wie im Fluge verging.