Geboren wurde Dagmar Reim am 4. November 1951 in Baden-Württemberg, im schönen Heidelberg. Verheiratet ist sie mit dem Westfalen Prof. Dr. Rudolf Großkopf, ehemals Chefredakteur des Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatts. Sie hat zwei eigene Söhne sowie zwei angeheiratete Kinder.
Dagmar Reim studierte in Rheinland-Pfalz und in Bayern, genauer: an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Das Studium beendete sie im Jahr 1975 mit dem MA.

Mit diesem Abschluss im Rücken bewarb Frau Reim sich erfolgreich beim Bayrischen Rundfunk, für den sie in München als Redakteurin, Reporterin und Moderatorin arbeitete.

Von München zog es Frau Reim 1979 in den Westen, zum Westdeutschen Rundfunk in Köln. Was auch immer ihre Motive gewesen sein mögen: Das war eine gute Entscheidung.  Beim WDR wirkte sie u.a. mit an zwei seiner Flaggschiffveranstaltungen, dem Morgenmagazin und dem Mittagsmagazin.
Man darf unterstellen, dass sie dadurch einen exzellenten Überblick über Land und Leute gewonnen hat, dass sie wusste, was los ist im Land an Rhein, Ruhr und Weser!

Nach sieben Jahren, 1986, verließ Dagmar Reim Nordrhein-Westfalen Richtung Norden, Sie wechselte zum Norddeutschen Rundfunk. Dort ging es die Karriereleiter hinauf: zwei Jahre lang, 1993 und 94, war Frau Reim ARD- Sprecherin, 1995 wurde sie Chefredakteurin des NDR-Hörfunks, von 1998 bis 2003 dann Direktorin des NDR-Landesfunkhauses Hamburg.

2003 wurde Dagmar Reim zur Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg gewählt, damals gerade gegründet durch den Zusammenschluss des Westberliner Traditionssenders SFB, des Senders Freies Berlin, mit dem ORB, dem Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg. Übrigens: Zu den im Sendegebiet zugewanderten Neu-Berlinern und –Brandenburgern dürften rund 400.000 Nordrhein-Westfalen zählen!

Mit ihrer Festrede beim Westwind-Neujahrsempfang 2015 setzte Frau Reim sich mit dem Begriff Heimat auseinander. Auch mit Blick auf ihre eigenen biografischen Stationen stellte sie fest: „Ein zeitgemäßer Heimatbegriff braucht den Plural“!

Damit traf sie die Lebenssituation der Westwind-Mitglieder: Angekommen und heimisch in Berlin. Zugleich aber immer noch auch Rheinländer, Westfalen, Lipper, Bergische, Sieger- und Sauerländer.

Sie sprach davon, dass Berlin zwar eine weltoffene Metropole sei, sich in den Kiezen aber „die Trennschärfe zwischen Zugezogenen und Eingefleischten erstaunlich hartnäckig“ halte.  Und fuhr fort:

„Der Nordrhein-Westfale scheint mir da toleranter zu sein. Selbst ich, die lediglich knapp sieben Jahre Leben und Arbeit in Köln vorweisen kann, gehe bei Westwind nicht nur als Teilzeit-Nordrhein-Westfälin durch, als geduldeter Immi, sondern Sie haben mich sogar eingeladen zu Ihnen zu sprechen.

Ich vermute, die in NRW weiter entwickelte ‚Eine von uns‘-Kultur hat damit zu tun, dass seit jeher in diesem Bundesland große Gegensätze zu bewältigen sind. Der als sachlich aber stur geltende Westfale versus ‚et kütt wie et kütt‘-Frohsinn. Der maulfaule Lipper und der Kollege aus dem Ruhrgebiet, der gern mal `ne dicke Lippe riskiert. Einfach sind die Verhältnisse nicht zwischen BVB- und Schalke-Fans, Kölnerinnen und den Damen von der Kö, Münsteranern und Menschen aus Minden-Lübbecke. Diese Vielfalt aber macht NRW so liebens- und dort lebenswert (…).“

In unseren Augen ist Dagmar Reim eine waschechte Nordrhein-Westfälin. Egal, wo sie sich sonst noch zuhause und verwurzelt fühlt.